Chronik der Unterelchinger Lehmwualer

Es war in der Zeit von 4000 bis etwa 500 v.Chr. ein kleines Volk, das lebte in einer jungsteinzeitlichen Siedlung zwischen den Fluren von Deisenbach und der Saum im ansteigenden Gelände des Donautales hin zur Schwäbischen Alb.

Ihren eigentlichen Namen konnten die Forscher der heutigen Zeit bis jetzt nicht feststellen. Aber anhand der vielen Funde wurde festgestellt, dass es sich bei diesen Menschen um einen sehr fleißigen Volksstamm handelte. Männer und Frauen lebten schon damals mit ihren Kindern in Familienverbänden zusammen.

Die Männer beschäftigten sich überwiegend mit der Arbeit auf den Äckern und mit der Jagd, um ihre Frauen und Kinder mit Nahrung zu versorgen.

Das Gelände um ihre Siedlung bestand zum größten Teil aus Lößlehm. Diesen verarbeiteten sie mit ihren Händen und Füßen in speziellen angefertigten Gruben zu geschmeidigem Lehm.

In Verbindung mit großen Holzpfosten und Flechtwänden bauten sie mit diesem Lehm ihre rechteckigen Häuser, in denen sie mit ihren Familien lebten.

Die Frauen verstanden das Handwerk der Töpferei sehr gut. Mit geschickten Händen formten sie Schalen, Töpfe und Becher sowie Kultgegenstände wie das Mondidol. Gebrannt haben sie die Handwerksarbeiten in dem einmaligen Töpferofen, der im Rahmen der Frühzeitfunde beim Bau der Autobahn zentral im Dorf auf dieser Gemarkung entdeckt wurde.

In Mitten des Dorfes befand sich ein Kultpfahl, der mit einem menschlichen Scheitelbein bestückt war. Dieser Kultpfahl wies schon damals auf die religiöse Vorstellung dieser Menschen hin. So sahen sie auch den Mond als Himmelstier, der für die Ordnung im Kosmos sorgen sollte. Der Mond war ein wichtiger Bestandteil im Leben dieser Menschen.

Um den zentral stehenden Kultpfahl wurden die Feste dieses friedlichen und fröhlichen Volkes gefeiert.

Auf der Basis dieses geschichtlich nachgewiesenen Volksstammes und seiner Lebensgewohnheiten wurde unsere Brauchtumszunft "Unterelchinger Lehmwualer" gegründet. Mit den grob gewebten Stoffen ihres Häs, den auf dem Häs befindlichen Mondidolen und Tierhörnchen am Hals, sowie einer dezent gehaltenen Maske, hoffen die Mitglieder dieser Brauchtumszunft einen wirklichen Bezug zu diesem jungsteinzeitlichen Volksstammes wiederzugeben.

Wünschen wir uns allen, dass die Unterelchinger Lehmwualer noch viele weitere Jahre überleben werden.

Ein Volk das zwar klein ist, aber zusammenhält und für Nachkommen sorgt, braucht sich um eine gedeihende Zukunft nicht zu sorgen. Das war schon um die Zeit vor 4000 Jahren so.

   

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